Wusstest du? Kaninchen sind keine Kuscheltiere.
Sie sehen weich und niedlich aus, aber Kaninchen sind Fluchttiere. Hochnehmen, Festhalten oder „mal eben kuscheln“ bedeutet für viele Tiere Stress, weil ihr Körper genau darauf programmiert ist, bei Gefahr zu fliehen. Wenn ein Kaninchen Kontakt möchte, sollte es selbst kommen dürfen — und dabei mit allen vier Pfoten auf dem Boden bleiben.
Genauso wichtig: Kaninchen sind keine Einzelgänger. VIER PFOTEN beschreibt sie als sehr soziale Tiere, die in freier Wildbahn nicht allein leben. Auch der Deutsche Tierschutzbund schreibt: Einzeln gehaltene Zwergkaninchen leiden enorm; Menschen oder Meerschweinchen ersetzen keine Artgenossen.
Und der klassische kleine Käfig? Reicht nicht. Der Deutsche Tierschutzbund nennt handelsübliche kleine Käfige tierschutzwidrig und empfiehlt für zwei Kaninchen dauerhaft mindestens sechs Quadratmeter Grundfläche. Dazu gehören Verstecke, Röhren, Beschäftigung, Buddelmöglichkeiten, Heu, frisches Wasser und genug Platz zum Hoppeln, Springen und Hakenschlagen.
Noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Kaninchen sind dämmerungsaktiv. Sie haben häufig morgens und abends Bewegungsdrang — also genau dann, wenn Menschen sie gern „ruhig im Kinderzimmer“ hätten. Das passt selten zu dem Bild vom einfachen Anfängerhaustier.
Kurz gesagt: Wer Kaninchen liebt, behandelt sie nicht wie Plüschtiere. Artgerechte Haltung heißt mindestens ein passender Artgenosse, viel Platz, Rückzugsmöglichkeiten, Beschäftigung und respektvoller Umgang auf Augenhöhe.
Bitte teilt das, bevor wieder Tiere aus Unwissenheit im Käfig oder allein landen.
Quellen: VIER PFOTEN; Deutscher Tierschutzbund; Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT)
tierschutz-redaktion.de
Quellen: VIER PFOTEN: Kaninchen sind keine Kuscheltiere | Die Haltung von Zwergkaninchen | TVT Merkblatt 157 Heimtiere: Kaninchen
