EU verbietet Qualzuchten & Stachelhalsbänder

EU verbietet Qualzuchten & Stachelhalsbänder

· 2026-06-15 · Quelle ↗

EU-Parlament beschließt neue Standards für Hunde und Katzen

Der Tierschutz in der Europäischen Union erhält eine neue gesetzliche Grundlage. Das EU-Parlament hat in Straßburg einer Verordnung zugestimmt, die zukünftig den Umgang mit Hunden und Katzen EU-weit regulieren soll. Der Stand der Informationen datiert auf den 28.04.2026. Ziel dieser Entscheidung ist es, einheitliche Standards zum Schutz der Tiere zu etablieren und gleichzeitig kriminelle Aktivitäten im Bereich des Tierhandels einzudämmen. Die Verordnung umfasst Maßnahmen zur Identifizierung der Tiere sowie schärfere Verbote im Bereich der Zucht.

Chip-Pflicht und Registrierung in Datenbanken

Ein zentraler Bestandteil der neuen Verordnung ist die Kennzeichnung der Tiere. Alle Hunde und Katzen in der EU sollen künftig einen Chip erhalten. Durch diese Maßnahme werden die Tiere identifizierbar. Dies dient nicht nur dem Schutz der Tiere selbst, sondern soll auch eine lückenlose Rückverfolgung ermöglichen. Die Verordnung sieht vor, dass Hunde und Katzen bald auch in Datenbanken registriert sein müssen. Diese Registrierung ist essenziell, um die Herkunft und den Besitz der Tiere nachvollziehbar zu machen. Durch die EU-weite Einführung wird sichergestellt, dass die Kennzeichnung nicht nur in einem einzelnen Mitgliedstaat gilt, sondern grenzüberschreitend anerkannt wird.

Maßnahmen gegen illegalen Handel und Qualzucht

Neben der Identifizierung setzt die Verordnung auch bei der Zucht und dem Handel an. Die neuen Regelungen sehen schärfere Verbote bei der Zucht vor. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Leiden bei den Tieren zu vermeiden, die durch extreme Zuchtmerkmale entstehen können. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Handel mit Tieren. Die Verordnung soll vor allem den illegalen Handel mit Tierbabys eindämmen. Kriminelle Strukturen sollen durch die neuen Standards gebremst werden. Da der illegale Handel oft mit fehlender Dokumentation und schlechten Haltungbedingungen einhergeht, ist die verpflichtende Registrierung ein wirksames Mittel zur Kontrolle.

Was die Verordnung für Tierhalterinnen und Tierhalter bedeutet

Die Entscheidung des EU-Parlaments hat direkte Auswirkungen auf jede Tierhalterin und jeden Tierhalter in den Mitgliedstaaten. Da es sich um eine EU-Verordnung handelt, müssen die Standards künftig EU-weit eingehalten werden. Dies bedeutet für die Besitzer von Hunden und Katzen, dass sie sich auf neue Anforderungen einstellen müssen. Die Identifizierung durch den Chip und die Eintragung in eine Datenbank werden zur Pflicht. Dies dient dem Schutz der eigenen Tiere, da sie im Verlustfall schneller identifiziert werden können. Gleichzeitig trägt jede Registrierung dazu bei, den illegalen Markt unattraktiver zu machen, da nicht registrierte Tiere leichter als illegal gehandelt identifiziert werden können.

Handlungsempfehlungen für Verbraucherinnen und Verbraucher

Angesichts der neuen Regelungen sollten Tierhalterinnen und Tierhalter proaktiv handeln. Es ist ratsam, sich über die genauen Umsetzungsschritte in dem jeweiligen Land zu informieren. Da die Registrierung bald verpflichtend sein wird, ist es sinnvoll, diese nicht auf die letzte Minute zu verschieben. Wer sich ein neues Tier anschaffen möchte, sollte auf eine korrekte Kennzeichnung achten. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Tier nicht aus illegalem Handel stammt. Die Teilnahme an diesem System ist ein aktiver Beitrag zum Tierschutz und hilft, kriminelle Strukturen im Tierhandel zu schwächen.

Die Einführung dieser Verordnung markiert einen significanten Schritt in der europäischen Tierschutzgesetzgebung. Durch die Kombination aus Identifizierung, Registrierung und Zuchtverboten wird ein umfassender Schutzrahmen geschaffen. Die Umsetzung wird zeigen, wie effektiv diese Maßnahmen den illegalen Handel reduzieren und das Wohlergehen von Hunden und Katzen in der Europäischen Union verbessern können.

Quelle: tagesschau.de: Mikrochips für Tierschutz: EU plant Chip-Pflicht für Katzen und Hunde

Quellen: Tagesschau: EU-Chip-Pflicht | EU-Parlament

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